schwarz-weiß-Aufnahme des jungen Erwachsenen Friedrich Ebert im Halbprofil. Er trägt Tweed-Anzug, Weste und Krawatte.

Friedrichs Freitags-Notizen 16

Worte zum vergangenen Monat und Ausblick auf Kommendes

Liebe Schulgemeinschaft,

so schnell kann es gehen: Schon ist das erste Schulhalbjahr auch für die Sekundarstufe I geschafft, die hoffentlich erholsamen Winterferien sind vorüber, und die Tage werden, wenn auch langsam, wieder länger und manchmal sogar auch sonniger. Die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln fällt weg, die Wahlwiederholung am kommenden Wochenende bringt ebenfalls ein wenig Abwechslung in das Tagesgeschehen und ein Berliner Fußballklub war kurzzeitig (26 Stunden) wieder auf Platz 1 der Bundesliga. Unsere Berliner Eishockeyteams und Basketballer haben ebenfalls gesiegt. Man muss ja das Gute nicht mit der Lupe suchen, man muss einfach wissen, wo man es findet oder was man aus dem jeweils Gefundenen macht … Aber genug der Worte. Der Januar hat uns eine ganze Reihe an interessanten, innovativen und gar freudestiftenden Momenten geschenkt: So, zum Beispiel, am 10. Januar der Studientag des Kollegiums:

Es wurde in folgenden Themenkreisen gearbeitet und projektiert: Metazeit als Bestandteil achtsamen Lehrens und Lernens, ein tragfähiges Vertretungskonzept für den Unterrichtsausfall, die Schulsozialarbeit mit unseren 3 Schulsozialarbeiter*innen, Tabletunterricht und digitalisierte Bildung, ERASMUS+ und internationale Schüler*innenprojekte, Integration von Willkommensklassen-Schüler*innen in die Regelklassen so-wie die Gestaltung unserer neuen Homepage. Ganz besonders bedanken wollen wir uns hier für die aktive und sehr konstruktive Mitarbeit von Eltern- und Schülervertreter*innen!

Seit Anfang Januar befanden sich unsere 9. Klassen im Betriebspraktikum. Auch die Schüler*innen der 9. Willkommensklassen konnten Praktikumsplätze finden und zum ersten Mal einen Eindruck von der hiesigen Arbeitswelt gewinnen. Ganz herzlichen Dank an Frau Siegemund und Frau Samardjieva! Es hat sich schon herumgesprochen: Frau Siegemund bietet jetzt ihre Studien- und Berufsberatung für interessierte Schüler*innen in der Bibliothek an.

Die immer wieder aufkommenden individuellen Probleme, Streitereien und Konflikte zwischen Schüler*innen besonders in den 8. Klassen, vereinzelt aber auch in den 7. Klassen, werden sehr viel stärker in den Fokus der Schulsozialarbeiter*innen genommen. Hier soll auch im zweiten Halbjahr verstärkt das Konzept der Klassenkoordinierungskonferenzen greifen, damit sich Kolleg*innen gemeinsam mit der Schulleitung, den Sozialarbeiter*innen und den Klassensprecher*innen Gedanken um tragfähige Erziehungsmaßnahmen machen können. Auch wird die Schulsozialarbeit in der Oberstufe angeboten. Zu diesem Zwecke stellen sich unsere Schulsozialarbeiter*innen in den Tutorien vor.

Der wochenweise oder längerfristigen Abwesenheit von Lehrkräften aus verschiedensten Gründen vermochten wir durch relativ komplikationslose Einstellung von befristeten Vertretungslehrkräften zeitnah und fachbezogen zu begegnen. Hier ein großes Lob für den Verwaltungsleiter unserer Schule, Herrn Petersen, der Dutzende von Vorstellungsgesprächen koordinierte und noch mehr Verträge ausfertigte.

In den 8. Klassen fanden die „Jugend-debattiert“-Wettbewerbe statt. Es ging um Themen wie die Subventionierung von E-Mobilität und dicke SUVs … Die rhetorischen Fähigkeiten unserer Schüler*innen hier waren erstaunlich. Unseren Glückwunsch der Gewinnerin, Jette Wagner aus der 8/D! Und herzlichen Dank an Frau Aurich und ihr Team für die Organisation dieses tollen Events.

Wir haben eine unglaublich aktive Schüler*innenvertretung: Nicht nur unterstützt sie die Schule hinsichtlich sozialer Aktivitäten (bspw. Altkleider- und Sachspenden für Obdachlose), sondern sie gestaltet selbstständig Projekte, die allen zugutekommen sollen: Eine Bücherkiste zum offenen Entleihen und Einstellen eigener, aber nicht mehr gebrauchter Lieblingsschmöker, den Valentinstag am 14.02., die Gestaltung der Litfass-Säule im März, den Kleidertausch im April, Mitarbeit am Benefizkonzert im Mai, den Spendenlauf und das Sommerfest im Juni/Juli. Der erste selbstorganisierte Politikabend im Raum 107 fand zum Thema „Erneuerbare Energien und ihre Zukunft“ am Mittwoch, 25.01., statt. Wir sind auf die kommenden Veranstaltungen gespannt. Vielen Dank also an die SV!

Am Donnerstag, 19.01., erfolgte die konstituierende Sitzung der AG Schülerzeitung.

Hier wollen ca. 10 angehende Redakteur*innen eine bis zum Sommer zweimal er-scheinende Schülerzeitung herausbringen. Viel Erfolg jedenfalls schon jetzt!

Auch das Regenbogen-Café trifft sich jeden Dienstag von 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr im Raum 303. Der Info-Stand zum Thema Diversity am Tag der Offenen Tür war großartig.

Und damit das Stichwort:

Das für die gesamte Schulgemeinde wohl zentrale Ereignis im Januar war der Tag der Offenen Tür, der am Samstag, 21.01., zum ersten Male seit 2020 wieder in Präsenz stattfinden konnte. Dennoch hatten wir die digitalen Einschreibeschlüssel für den Lernraum beibehalten, sodass sich auch über 160 Interessierte online neben den etwa 500-600 Besucher*innen ein Bild vom lebhaften und vor allem bunten Schulleben un-serer Einrichtung machen konnten. Es herrschte eine tolle Stimmung, Vertreter*innen aller Bereiche unserer Schulgemeinde stellten sich den Fragen unserer zahlreichen Gäste. Ein toller Tag! Ganz herzlichen Dank noch einmal an alle Beteiligten!

Und natürlich gab es – wie immer – auch die verschiedensten Exkursionen von Lerngruppen und Klassen: 8/D am 12.01. zum Futurium (Fr. Derlig), Leistungs- und Grundkurse Geographie Schülerpressekonferenz Messedamm 25.01. (Fr. Schult, H. Walzberg), WPF 8 Geographie am 26.01. Grüne Woche Messe (H. Kimmritz), Leistungskurs Ku 27.01. Gedenkstätte Deutscher Widerstand (H. Leeck), Grundkurs Studium und Beruf Grüne Woche, Fr. Joshi (20.01.), 10/C am 25.01. Humboldtforum (Fr. Merker, H. Korff).

Eine Berichtigung zum Dezember: Die Exkursion Q3 PW am 08.12. in die Erinnerungstätte Notaufnahmelager Marienfelde wurde von Frau Simsek geplant und durchgeführt.

Alles in allem also ein wirklich ereignisreicher Januar. Nun müssen wir alle nur noch unsere ganz persönlichen guten Vorsätze für 2023 berücksichtigen …

Wochengespräch

Der Wechsel der Halbjahre geht ja schultechnisch auch mit etlichen Veränderungen im Stundenplan einher: Fächer werden epochal umgestellt, neue Kolleg*innen kommen, wieder andere Lehrkräfte werden in anderen Kursen oder Klassen unterrichten.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz ausdrücklich bei Herrn Dr. Bröking, unserem stellvertretenden Schuleiter, für seine umsichtige Arbeit und den damit verbundenen erheblichen Zeitaufwand bei der Erstellung des neuen Stundenplans bedanken. Nun können wir also in bewährter organisatorischer Absicherung das zweite Halbjahr beginnen.

Wie Sie, liebes Kollegium, und ihr, lieber Schülerinnen und Schüler, sicher bemerken konnte(t)n, gehen die Malerarbeiten unentwegt voran. Wir sind froh, dass auf diese Weise so manche Schmuddelecke beseitigt wird. Auch die Schaukästen in den Fluren werden bis zum Sommer Schritt für Schritt gefüllt.

Wir haben neben unseren beiden Willkommensklassen auch 6 ukrainische Schüler*innen aus der benachbarten Finkenkrug-Schule, die gerne für einige Stunden in unseren Regelklassen hospitieren würden. Aus diesem Grunde haben Frau Acimi, Frau Samardjiva und die Schulleitungen vereinbart, dass diesen leistungsstarken und motivierten Schüler*innen die Gelegenheit gegeben werden soll, bis zu den Sommerferien in bestimmten Klassen (8. und 9.) zu hospitieren. Dafür sollen auch Patenschüler*innen aus den Regelklassen gewonnen werden.

Vom 14. bis zum 22.02. werden die Anmeldungen für die kommenden 7. Klassen angenommen. Frau Kraft und Frau Bartzsch haben dann eine hohe Publikumsdichte; aus diesem Grunde haben bitte alle Verständnis dafür, dass Bitten und Fragen an die Sekretärinnen vielleicht nicht immer in der sonst gewohnten Schnelligkeit beantwortet werden.

Und last but not least: Die Cafeteria. Da ist jetzt tatsächlich etwas am Bewegen. Die Techniker haben Anpassungen der Küche vorgenommen, das Bezirksamt hat sich – in Anwesenheit unserer Elternvertreter – bei einer Begehung der Räumlichkeiten für eine nun baldige Öffnung (Ende Februar) ausgesprochen, und der Betrieb scheint nun wohl unmittelbar bevorzustehenden. Hoffentlich kann im nächsten Newsletter ja schon über das Essen, die Snacks und den Betrieb berichtet werden …

Aus der Geschichte der Schule

Die „Hindenburg-Oberrealschule“ vor einhundert Jahren: 1923 – Das Jahr der Hyperinflation, des Hungers, der Arbeitslosigkeit und der sozialen Not. Ein Kilogramm Roggenbrot kostet am 3. Januar 163 Milliarden Mark, ein Kilo Rindfleisch 1 Billion 800 Milliarden Mark. Geldscheine wurden in Schubladen zum Lebensmittelladen gekarrt, bevor die Reichsbank die 100-Mark-Scheine mit Stempeln zu 10 Milliarden Mark überstempelte …

Und unsere Schule im Jahre 1923? Lesen wir selbst:
„Das düstere Jahr 1923 zog heran und überschattete auch die junge Hindenburg-Gemeinschaft, die aber allen Nöten zum Trotz die Krisis glücklich überlebte und wie ein Phönix aus der Asche der Inflation wiedererstand … ging es kräftig vorwärts: Bälle in den Skala-Festsälen wurden veranstaltet, zu denen lange im Voraus die Eintrittskarten vergriffen waren, ein Konzert zum Besten der Schülerspeisung unserer Schule wurde mit vorzüglichen Künstlern veranstaltet, Wanderungen durch die Mark und in die weitere Umgebung unserer Heimat wurden unternommen.“

Bilder aus der Schule

Lesen. Sehen. Hören.

LESEN
John Burnside: So etwas wie Glück

Kurzgeschichten von Menschen des Alltags in den großen und kleinen Tragödien des Lebens – und warum es so etwas wie Glück selbst in den finstersten Augenblicken geben kann. Das Buch ist leider nicht ganz billig – Hardcover …

SEHEN
Acht Berge

Noch in Berliner Kinos, bald auf …. Eine berührende Geschichte über die Freundschaft zweier Jungen, die später, als Erwachsenen, eigene Wege gehen, aber einander immer wieder begegnen. Die spektakulärsten Alpen-Bilder seit Jahren, sehenswert

HÖREN
Ayub Ogada: En Mana Kuoyo

Der kenianische Musiker beherrscht auch auf diesem Album die Kunst des Nyatiti-Spielens (das ist eine ostafrikanische Laute), sein Gesang dazu ist einfach umwerfend …

Allen Mitgliedern unserer Schulgemeinschaft einen guten Start in den Februar 2023!!

Herzliche Grüße,
Marc-Thomas Bock

Bildnachweis Titelbild: Bain, Public domain, via Wikimedia Commons

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